Betreutes Wohnen in der Jugendhilfe heißt: Wir stellen jungen Menschen Wohnraum zur Verfügung, der zum Üben da ist. Eine feste pädagogische Fachkraft kommt regelmäßig vorbei – wie oft, hängt vom Bedarf und vom Hilfeplan ab, in der Regel mehrmals pro Woche.
Das Ziel ist nicht, dass jemand für immer bei uns wohnt. Das Ziel ist, dass jemand am Ende mit eigenen Erfahrungen, mit Selbstvertrauen und mit einem stabilen Alltag in eine eigene Wohnung umziehen kann – im eigenen Tempo, ohne Druck.
Wir sehen uns dabei nicht als reine Aufsichtspersonen, sondern als verlässliche Ansprechpartner. Wir hören zu, machen Termine mit, üben Telefonate, sortieren Briefe, helfen beim Einteilen des Geldes und bei der Haushaltsführung – kurz: bei allem, was zum eigenständigen Wohnen dazugehört. Wir feiern Erfolge und bleiben dran, wenn's stockt.
Was wir nicht tun: Wir lösen Probleme nicht stellvertretend. Wir lassen aber auch niemanden allein. Der Unterschied entscheidet, ob die Hilfe Selbstständigkeit aufbaut oder Abhängigkeit erzeugt.